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Soziales

Das soziale Engagement von URBIS FOUNDATION in Togo ist als direkte Antwort auf den dringenden Bedarf an materieller Ausstattung von Kindergärten, finanzieller Unterstützung für den Schulbesuch und der Förderung von Frauen entstanden, die nur eine kleine Starthilfe benötigen, um für sich und für ihre Familie eine Existenz zu gründen. Eine lokale Mitarbeiterin von URBIS FOUNDATION Togo hält die Fäden zu einzelnen Familien, Frauengruppen und zu sozialen Einrichtungen rund um Sokodé zusammen. Die Sachspenden von URBIS FOUNDATION (Spielsachen, Kleider, Sportartikel, Schuhe) werden in Kindergärten verteilt, oft in Verbindung mit einem finanziellen Beitrag zu baulichen Maßnahmen, z.B. um ein undichtes Dach eines Kindergartens zu reparieren oder Fenster einzubauen. Togoische Erzieherinnen konnten bereits an einer Fortbildung teilnehmen, in der ihr Bewusstsein für die frühe Förderung von Vorschulkindern geschärft wurde. Spielsachen oder Spielgeräte gelten eher als verzichtbarer Luxus und ihr Wert für die geistige und motorische Entwicklung der Kinder wird nicht ausreichend erkannt. In dem Sinn möchte sich die Stiftung auch weiterhin für die bessere Ausstattung von Kindergärten und eine verbesserte erzieherische Begleitung der Vorschulkinder in der Zentralregion einsetzen.

Bisher wurden 25 Kindergärten in der Region Tchaoudjo mit Mitteln von URBIS FOUNDATION in ihrer baulichen und materiellen Ausstattung verbessert, zum Teil mit Materialspenden aus Deutschland, deren Transport mit Hilfe der Aktion Pit Togohilfe e.V. organisiert wird.

Die Förderung der Schulausbildung setzt sich für Grundschulkinder und Schüler/innen weiterführender Schulen fort. Ein leistungsbezogenes Fördersystem soll die Eigenbeteiligung durch die Eltern und vor allem auch den Ehrgeiz der Kinder anregen. In jedem Fall geht es URBIS FOUNDATION darum, mit ihrem finanziellen Beitrag einen der Gründe dafür zu beseitigen, dass Schüler/innen ein weiterführender Schulbesuch und der Weg zu einer Ausbildung verwehrt bleibt:

  • Schulgeld und eine Grundausstattung zum Schulbesuch (Schreibmaterial, Kleidung);
  • Honorar für Nachhilfelehrer (teils selbst Abiturient/innen);
  • Weitere Förderung für ein Studium.

Neben dieser rein finanziellen Unterstützung – ergänzt durch Sachspenden – hat die Stiftung in der Vergabe dieser Mittel Wert darauf gelegt, dass der Mädchenanteil in den Schulkinderprojekten erhöht wurde. Außerdem wurden die Eltern der Schüler/innen sensibilisiert dafür, die Schulbildung ihrer Kinder ernst zu nehmen und selbst zu fördern, indem sie auf die Teilnahme am Unterricht achten und sicher stellen, dass die Kinder auch ihre Hausaufgaben machen können.

Für rund 130 Schüler/innen übernimmt die Stiftung die Kosten für Schulgeld und finanziert für einige Familien auch den Nachhilfeunterricht.

Seit dem Studienjahr 2010/11 vergibt URBIS FOUNDATION Stipendien für Student/innen aus der Region Tchaoudjo, die mindestens im 3. Semester in einem naturwissenschaftlichen Fach an der Universität Lomé immatrikuliert sind. Mit dieser Studienförderung strebt URBIS FOUNDATION langfristig an, Studierende interdisziplinär für das Fachgebiet der Erneuerbaren Energien zu interessieren und damit dem Ziel eines Studienangebots „Solartechnik“ in Lomé näher zu kommen. Die geförderten Student/innen sollen nach Studienabschluss die Perspektive nützen können, vorzugsweise in ihrer Herkunftsregion Tchaoudjo die Anwendung der Solarenergie in Togo weiter zu entwickeln.

Auch die berufliche Ausbildung der Frauen hat die URBIS FOUNDATION im Blick. 2010 unterstützte die Stiftung in Zusammenarbeit mit der lokalen Nähkooperative drei junge Frauen in ihrer Ausbildung zu staatlich anerkannten Näherinnen. Zudem werden regelmäßig Nähmaschinen als gespendete Existenzgründungshilfen nach Togo transportiert. 2012 brachte die Stiftung Ausbilderinnen aus Benin nach Sokodé, welche togoische Frauen im Häkeln von Plastiktaschen aus Müll trainierten. Im sozialen Sektor von URBIS FOUNDATION Togo spielt die Vernetzung mit lokalen und regionalen Initiativen eine wichtige Rolle. In vielen Aktivitäten war die Stiftung bisher als Partner beteiligt oder hat sich in ihren Aktivitäten abgestimmt.

Kleinkredite

Im Vordergrund der Erwachsenenförderung stehen Frauen: Seit einigen Jahren vergibt die Stiftung zinsfreie Kleinkredite an selbständig tätige Frauen, die Ihr bestehendes Business ausbauen wollen. 32 Frauen sind meistens in 3-5-köpfigen Gruppen organisiert und sind in dieser Gesamtheit für die monatliche Rückzahlung der Kreditraten verantwortlich, die in einem schriftlichen Vertrag mit der Stiftung für den Zeitraum von 12 bis maximal 18 Monaten vereinbart werden. Bis heute konnten sich 17 Frauengruppen eine berufliche Existenz aufbauen und damit mittelfristig die Einkommenssituation ihrer Familie verbessern.

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