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Landwirtschaft

Das Farmgelände umfasst 34 ha, von denen aktuell rd. 6 ha für den Anbau von Gemüse (v.a. Tomaten, Kohl, Okraschoten und Paprika), Knollenfrüchten (v.a. Manioc und Igname) und Getreide (v.a. Mais und Reis) genutzt werden.

Weitere rd. 14 ha werden für Obstbaumplantagen (v.a. Papaya, Mango und Ananas) und eine Baumschule genutzt. Letztere soll langfristig die Nachfrage der umliegenden Dörfer und Städte befriedigen, um Nutzbäume anzupflanzen, aber auch für die Begrünung öffentlicher Plätze wie z.B. Schulen zu sorgen. Durch die Schulbegrünung können schon Kinder und Jugendliche für den Wert von Bäumen sensibilisiert werden – in einer Gegend, in der Holz in erster Linie als natürlicher Brennstoff wahrgenommen wird.

Auf dem Farmgelände wird Viehzucht betrieben: Rund 20 Rinder und 30 Schafe und Ziegen weiden derzeit auf der Farm. Mit der im Jahr 2009 begonnenen Legehennenzucht soll eine möglichst robuste Art gezüchtet werden, die mit dem Kükenverkauf und dem Verkauf der Eier eine kontinuierliche Einnahmequelle für die Farm schafft.

Seit 2010 werden Erfahrungen gesammelt in der Imkerei (12 Bienenstöcke für Wildbienen), in der Kaninchenhaltung und in der Anpflanzung von Medizinalpflanzen, z.B. Artemisia und Moringa, die u.a. sehr gut bei zur Behandlung von Malariaerkrankungen geeignet sind.

Derzeit sind auf der Farm rund 20 Mitarbeiter/innen tätig, die je nach Arbeitsintensität in der Trocken – und Regenzeit die Aufgaben in einem arbeitsteiligen Prinzip erfüllen. Mit diesem Ansatz soll auch sicher gestellt werden, dass die Mitarbeiter/innen, die teilweise – ohne ihre Familien - auf der Farm leben, gegenseitig von ihren Kenntnissen profitieren und sie weiter ausbauen können.

Zusätzlich arbeiten und lernen seit Februar 2012 neun Jahrespraktikanten auf der Farm. Sie erhalten theoretische Unterrichtseinheiten, die teilweise von UF-Togo Personal und teilweise von externen Spezialisten angeboten werden. Außerdem arbeiten sie aktiv in allen Bereichen der Farm mit und erwerben so ein fundiertes praktisches Wissen, welches sie nach Abschluß ihres Praktikums dazu befähigen soll, ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen.

Das Bildungspotenzial der Pilotfarm wird auch von offizieller Seite geschätzt: Im Frühsommer 2010 wurden erstmals zwei Studenten des Nationalen Landwirtschaftsausbildungsinstituts INFA von Tové als Praktikanten auf der Farm CPIA aufgenommen. Aber nicht nur auf dem Farmgelände geht es um Fortbildung: Es finden auch auf den umliegenden Dörfern regelmäßig Aufklärungsveranstaltungen von CPIA statt, z.B. über Vogelgrippe oder Pflanzenschutz.

In seiner organisatorischen und technischen Entwicklung wird CPIA von der regionalen Organisation Centre International de Développement Agro-Pastoral (CIDAP) beraten, die uns ihre langjährige Erfahrung in der landwirtschaftlichen Produktion zur Verfügung stellt.