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Solarthermieprojekte in Temeswar und Bakova in Rumänien

URBIS FOUNDATION fördert seit 2006 die Nutzung der Solarthermie in sozialen Einrichtungen in Rumänien. URBIS FOUNDATION richtete zu diesem Zweck eine Werkstatt zur Produktion solaren Warmwasseranlagen (Solarthermie) auf der Jugendfarm ein. Die Jugendfarm Bakova in der Nähe von Temeswar ist ein Projekt der Caritas für obdachlose Jugendliche, denen dort Arbeit und eine Perspektive für die Zukunft angeboten werden. In der Werkstatt können heute von dafür ausgebildeten Mitarbeitern Kollektoren weitgehend selbständig hergestellt werden.

Zunächst wurden zwei der Unterkünfte der Jugendlichen und Mitarbeiter der Farm auf dem Gelände mit insgesamt 12 Solarthermie-Kollektoren ausgestattet (2007). Diese Kollektoren haben die Farmmitarbeiter in Workshops vor Ort selbst hergestellt.

Im Jahr 2008 wurden im Rahmen eines Workshops 12 weitere Kollektoren für ein Kinderheim und das Nachtasyl der Caritas in Temeswar gebaut. Im Nachtasyl - einem ausgebauten Wohnhaus - finden jeden Tag bis zu 80 Personen ein Obdach. Sie erhalten ein warmes Abendessen und können einmal in der Woche dort duschen - je 15-20 Personen pro Tag. Die Solarthermieanlage des Nachtasyls wurde 2009 in Betrieb genommen und umfasst 9 Kollektoren, die die Einrichtung von Mitte März bis Ende Oktober mit warmem Wasser versorgen ohne dass der Gasbrenner zugeschaltet werden muss.

Die solarthermischen Anlagen versorgen die sozialen Einrichtungen nicht nur mit warmem Wasser zum Duschen und Heizen, sie tragen auch erheblich dazu bei, die Betriebskosten der Caritas in ihren sozialen Einrichtungen zu senken. Dies ist angesichts mangelnder staatlicher Unterstützung für soziale Projekte in Rumänien ein sehr wichtiger Beitrag zur Tragfähigkeit der sozialen Arbeit.

URBIS FOUNDATION fördert jährlich für etwa ein bis zwei weitere Einrichtungen die Herstellung von Solarkollektoren und die entsprechende Anpassung der Heizungsanlagen. Bisher wurden Kollektoren u.a. für einen Kinderhort, das Hospiz in Bakova, ein Kinderheim in Nadrag, ein Frauenhaus, das Frauenkloster sowie das Salvatorianer-Kloster in Temeswar hergestellt. Bis 2015 wurden etwa 75 Kollektoren gebaut und in über 10 Einrichtungen in Betrieb genommen.

Die Workshops werden unter Leitung von Lutz Unbekannt von Spezialisten des Vereins für ökologisches Bauen aus Deutschland durchgeführt. Die Besuche in Temeswar und Bakova werden dabei jeweils mit der Wartung der bestehenden Anlagen und mit Schulungen der Verantwortlichen vor Ort verbunden. Zudem führen unsere Spezialisten regelmäßig Schulungen für an der Solartechnik interessierte Handwerker in Temeswar durch. Dabei arbeiten sie eng mit der „Deutsch-Rumänischen Stiftung für Aus- und Weiterbildung im Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Klimabereich“ zusammen.

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