Aktuelles

15. Februar 2018

SOFIs World Haus: Raum für erneuerbare Energien

Seit einem Jahr entsteht in Wundanyi, in den Taita Hills im Süden Kenias, ein besonderes Gebäude: Das SOFIs World Demo- und Begegnungshaus. Gezeigt werden soll hier die praktische Anwendung und der Nutzen von erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Solarthermieanlagen. Darüber hinaus dient das Haus zukünftig als Begegnungszentrum für die lokale Bevölkerung ebenso wie für internationale Initiativen und Freiwillige aus Deutschland und aller Welt, die gerne Teil des Projektes werden möchten.


Das Konzept des Hauses wird bereits jetzt, noch im Bau, sehr deutlich: kreativ, innovativ und integrativ lädt es dazu ein, sich intensiv mit erneuerbaren Energien auseinanderzusetzen und dadurch Hemmschwellen abzubauen. Noch 2018 soll das Haus fertig gestellt werden und dann neben einer Photovoltaik auch über eine Solarthermieanlage und einen Wassertank verfügen, die von URBIS FOUNDATION im Rahmen einer Projektförderung finanziert wurden.


Die deutsche Initiative SOFIs World ist ein enger Partner der URBIS FOUNDATION und wir sind gespannt auf die Fertigstellung des Hauses.



17. Januar 2018

2018: Auswahl der Förderprojekte abgeschlossen

Seit einigen Jahren bietet URBIS Foundation finanzielle Unterstützung für lokale Initiativen im Großraum Ostafrika und Osteuropa, die Projekte im Bereich erneuerbare Energien, Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Frauenförderung durchführen möchten.

Wie in den Jahren zuvor wurde auch für 2018 eine große Zahl an vielfältigen und spannenden Anträgen eingereicht. Ausgewählt wurden insgesamt sieben Initiativen und Organisationen, die mit ihren Projektvorhaben in diesem Jahr Unterstützung durch die URBIS Foundation erfahren.

In Osteuropa:

Ekoltava: In der Region Poltava, in der Ukraine, wird die erste grün betriebene Schule entstehen: die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schule, kombiniert mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen zu umweltfreundlichem Verhalten, sollen langfristig ein Verständnis für die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln erzeugen.

AYRUDZI: Die in Armenien angesiedelte NGO plant die Gründung einer ersten Energiegenossenschaft zur Umsetzung einer Photovoltaik-Anlage in der Gemeinde Basen. Im Rahmen des Pilotprojektes sollen nachhaltige Geschäftsmodelle und eine verlässliche Entscheidungsstruktur entwickelt werden. Bei erfolgreicher Umsetzung ist eine landesweite Ausweitung des Modells geplant.

Rural Communities Development Agency: Ziel des angesetzten Projektes ist die Weiterbildung der lokalen Bevölkerung einer Gemeinde in Georgien hinsichtlich einer nachhaltigen Nutzung von Biomasse als primäres Heizmittel. Darüber hinaus sollen Kindergärten und Schulen sowie insbesondere Haushalte, denen Frauen vorstehen, mit lokal produzierten, umweltfreundlichen Biomassebriketts versorgt werden.

In Ostafrika:

Action for Child Social and Economic Transformation – Uganda: Im Rahmen des RELIEF Projektes (Renewable Energy for Light, Economic Empowerment & Food) will die NGO die Nutzung von erneuerbaren Energien als Lichtquelle in einer nördlichen Region Ugandas vorantreiben. Vor allem soziale Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser sollen profitieren, da diese häufig noch von gesundheitsschädlichen Kerosinlampen abhängig sind.

Association des Mères et Tutrices des Orphelins: Das Projekt „Grains du SOLEIL“ bemüht sich darum, Frauen in einer Region im Niger zu unterstützen. Konkret soll eine Getreidemühle mittels Solarenergie betrieben werden, die es den Frauen erlaubt, weitaus effizienter und zeitsparender Getreide zu verarbeiten. Darüber hinaus werden den Frauen Alphabetisierungskurse angeboten.

Entrepreneurs du Monde: Das für Togo konzipierte Projekt fokussiert eine Art Leasing-Modell für Solarprodukte. Um die oftmals mit hohen Investitionskosten verbundenen Produkte (z.B. Solarlampen) für eine breitere Masse zugänglich zu machen, entwickelt Entrepreneurs du Monde ein Modell, bei dem diese Produkte langfristig zu günstigen Konditionen gemietet werden können.

Log-ikwo-in-Kamerun Nachhaltig e.V. Stockach: In einer lokalen Gemeinde in Kamerun will der gemeinnützige Verein eine Solarpumpe installieren, um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Bislang müssen vor allem Frauen und Kinder ungereinigtes Wasser aus einem mehrere Kilometer entfernten Bach besorgen.

Die Förderperiode 2018 ist somit abgeschlossen. Projekte, die im kommenden Jahr 2019 gefördert werden möchten, können einen Antrag bis spätestens 30.09.2018 bei URBIS Foundation einreichen. Informationen zu den Kriterien sowie die notwendigen Unterlagen finden sich hier.



17. Oktober 2017

Sensibilisierung der Dorfältesten in Togo

Urbis Foundation hat in Zusammenarbeit mit den lokalen NGOs Entrepreneur du monde, Jeunes Volontaires pour l’Environnement (JVE), la Maison de l’Energie Solaire sowie MESTA und Solartec eine Schulungsreihe im Bereich Solarenergie in Togo durchgeführt.

Eingeladen zu dieser Schulungsreihe waren die Dorfältesten umliegender Dorfgemeinschaften Lomés. Lehrkräfte und Professoren aus Universität und technischen Berufsschulen konnten auf dem zweitägigen Seminar erste Grundkenntnisse zu Energiegewinnung durch Sonnenlicht vermitteln.

Ziel der Schulungsreihe ist es, möglichst viele Teilnehmer für erneuerbare Energien zu sensibilisieren und informieren. Die Nachfrage zur Teilnahme war groß und wir planen im kommenden Jahr weitere Schulungen durchzuführen.



29. Juni 2017

Erste Togoreise in 2017

Die erste Projektreise in diesem Jahr war wie immer arbeitsintensiv für alle Beteiligten. Die Besuche der deutschen Projektkoordinatorin dienen zum besseren Verständnis untereinander und fördern den Austausch zwischen der deutschen Mutterstruktur und den togoischen Partnern vor Ort. Durch viele intensive Sitzungen wurde die Zusammenarbeit verbessert sowie neue Projektideen entwickelt und vorangetrieben.

In diesem Jahr stehen noch Projekte in den verschieden Sektoren der Urbis Foundation Togo an. Im Bereich Solar werden Sensibilisierungsworkshops für erneuerbare Energien durchgeführt, sowie Praktikumsplätze in Solarbetrieben vergeben. Auf unserer Farm planen wir den Bau eines Schulgebäudes, um die Ausbildung vor Ort im Bereich Landwirtschaft zu intensivieren. Im Sozialsektor stehen schon die Vorbereitungen für ein neues Schuljahr ins Haus und die damit einhergehende Ausstattung der Schüler. Der Gesundheitssektor beschäftigt sich laufend mit der Verteilung der Medikamente an die verschiedenen Krankenstationen im Land.

An unserem letzten gemeinsamen Tag hatten wir die Gelegenheit, einen Workshop abzuhalten, in welchem wir gemeinschaftlich Stärken und Schwächen unserer täglichen Arbeit herausarbeiten konnten. Die Ergebnisse dieser Evaluation werden zusammengefasst und dienen als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Im Anschluss an den Workshop haben wir noch gemeinschaftlich die sehr reifen Mangos unser Projektfarm zu Marmelade eingekocht. Bisher wurden viele der reifen Früchte entsorgt, da die Konservierung sich als problematisch erwiesen hat. Wir hoffen, bald größere Mengen an Mango Marmelade produzieren und verkaufen zu können.
Die Reise endet voller positiver Eindrücke und mit großer Motivation, alle erarbeiteten Ergebnisse in die Tat umzusetzen.



29. Juni 2017

Forschungspraktikum in Togo

Im Mai 2017 reiste ich im Rahmen eines Forschungspraktikums der TUM für vier Wochen nach Togo, um die Solartätigkeiten von URBIS vor Ort zu unterstützen. Zusammen mit togoischen Technikern konnte ich Solar-Anlagen überprüfen und reparieren, sowie Datenlogger installieren um in Zukunft Ferndiagnosen und -Analysen zu ermöglichen.

Meine Aufgaben führten mich von Lomé über Sokodé bis ganz in den Norden nach Dapaong. Vor Ort wurde ich jeweils von den örtlichen URBIS-Mitarbeitern sehr herzlich in Empfang genommen und auch häufig nach Hause oder zum Fußball eingeladen. Auf diese Weise konnte ich einen intensiven Eindruck vom Land, den Menschen und ihren Gedanken, Sorgen und Hoffnungen, Problemen und Wünschen gewinnen.

Ich möchte der URBIS Foundation ganz herzlich für diese Möglichkeit und die gute Zusammenarbeit danken und hoffe, dass in Zukunft weitere (TUM-)Studenten eine solche Erfahrung machen können.

Robert Darius
20. Juni 2017



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